Schwangerschaftsdiabetes und Ernährung
Der Zuckerbelastungstest, Blutzuckerkontrolle und ein Ernährungsplan.

Beim Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes, GDM) liegen die Blutzuckerwerte während der Schwangerschaft über der Norm. Erkannt wird er mit dem Zuckerbelastungstest (oGTT) zwischen Woche 24 und 28 — in Deutschland ist ein Suchtest dafür Teil der Mutterschaftsvorsorge. Erschrick nicht vor der Diagnose: Mit der richtigen Ernährung und guter Betreuung lässt sich das sehr gut steuern.
Zu den Risikofaktoren zählen ein Alter über 35, Diabetes in der Familie, Übergewicht, ein Schwangerschaftsdiabetes in einer früheren Schwangerschaft und das polyzystische Ovarialsyndrom. GDM braucht aufmerksame Begleitung, aber gemeinsam mit deiner Ärztin sind gute Ergebnisse für dich und dein Baby gut erreichbar.
Ernährungsgrundsätze: Statt einfacher Kohlenhydrate wie Weißbrot, Reis, Zucker und Saft lieber komplexe Kohlenhydrate wie Vollkorn, Bulgur und Hafer — das hält den Blutzucker stabiler. Kohlenhydrate immer zusammen mit Eiweiß und Ballaststoffen zu essen, ist eine gute Strategie. Ein Plan mit 3 Hauptmahlzeiten und 2-3 Zwischenmahlzeiten am Tag hilft.
Die Portionsgröße zählt. Obst auf 1 Portion pro Mahlzeit zu begrenzen (etwa ein mittelgroßer Apfel) und 15-30 Minuten nach dem Essen einen kurzen Spaziergang zu machen, unterstützt einen ausgeglichenen Blutzucker. Miss deinen Blutzucker so häufig, wie deine Ärztin es empfiehlt — das gibt dir Sicherheit.
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