PSYCHOLOGIE

Matreszenz: der Weg in die Mutteridentität

Identitätswandel, Parallelen zur Pubertät und die eigene Neuentdeckung.

HeyMom Redaktion 😊 Schwangerschaft 1 Min. Lesezeit
Matreszenz: der Weg in die Mutteridentität

Matreszenz beschreibt die psychologische Wandlung und den Identitätswechsel einer Frau auf dem Weg zur Mutter. Wie die Pubertät bringt auch die Mutterschaft tiefe Veränderungen im Gehirn, in den Hormonen, in Beziehungen und in der Identität mit sich — nur wird darüber viel zu selten gesprochen. Und wenn du das gerade erlebst, bist du nicht allein.

Was du erleben kannst: Die Frage „Wer bin ich?“ kann neu auftauchen. Berufliche, soziale und persönliche Identität ordnen sich neu. Das Gefühl, Unabhängigkeit zu verlieren, Schuldgefühle (sowohl fern vom Baby als auch mit dem Baby), gleichzeitig Glück und Verlust zu spüren — all das gehört dazu und ist völlig nachvollziehbar.

Veränderungen im Gehirn: Wissenschaftliche Arbeiten zeigen, dass sich die graue Substanz im Gehirn von Müttern während der Schwangerschaft und nach der Geburt verändert. Diese Veränderungen stärken Empathie, Gefahrenwahrnehmung und die Bindung zum Baby. Das „Mutterhirn“ ist eine echte neurologische Umgestaltung — daher auch die Vergesslichkeit und die Intensität der Gefühle.

Wie du dich stützt: Zu spüren, dass diese Wandlung normal ist, ist sehr wichtig. Du musst keine „perfekte Mutter“ sein — der Gedanke der „ausreichend guten Mutter“ (nach Winnicott) macht viel freier. Von deiner früheren Identität darfst du behalten, was du liebst: Hobbys, Freundschaften, Träume. Und der Austausch mit anderen Müttern im gleichen Prozess macht diesen Weg leichter.

Dieser Inhalt dient nur der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Wende dich bei allen Gesundheitsfragen an deine Ärztin oder deinen Arzt.

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