Sicherer Schlaf
Allein, auf dem Rücken, im eigenen Bett
Etwa 5 Min. Lebenswichtig
Warum es wichtig ist
Eine sichere Schlafumgebung ist der wirksamste Weg, das Risiko für den plötzlichen Kindstod (SIDS) zu senken. Die einfache Regel: allein, auf dem Rücken, im eigenen Babybett.
Was du brauchst
- Ein Babybett, Beistellbett oder Reisebett nach geltenden Sicherheitsnormen
- Eine feste, flache Matratze mit Spannbettlaken
- Ein Schlafsack passend zur Jahreszeit
Schritt für Schritt
- 1 Allein: Dein Baby schläft im eigenen Bett, ohne Kissen, Decken, Nestchen oder Spielzeug.
- 2 Rücken: Leg es zu jedem Schlaf auf den Rücken, tagsüber und nachts; auch die Seitenlage ist nicht sicher.
- 3 Bett: eine feste, flache Fläche. Flächen mit mehr als 10 Grad Neigung, Sofas, Sessel, Sitzsäcke und Erwachsenenbetten sind nicht sicher.
- 4 In den ersten 6 Monaten steht das Babybett in eurem Schlafzimmer neben eurem Bett, aber nicht in eurem Bett.
- 5 Leg es mit den Füßen ans Fußende (Füße berühren das Bettende); benutzt du eine Decke, reicht sie höchstens bis unter die Achseln.
- 6 Halte das Zimmer kühl (16-20 °C). Zieh dein Baby eine Schicht mehr an als dich selbst, ohne Mütze. Schwitzen oder eine heiße Brust bedeuten: zu warm.
- 7 Lass niemanden in der Nähe deines Babys oder in der Wohnung rauchen. Klappt das Stillen gut, kann ein Schnuller beim Einschlafen helfen.
- 8 Schläft dein Baby im Auto oder in der Babyschale ein, leg es nach der Ankunft in ein flaches Bett.
Häufige Fehler
- Sich „nur kurz“ mit dem Baby aufs Sofa legen.
- Es auf die Seite legen, damit es sich nicht an Gespucktem verschluckt.
- Es mit einer dicken Bettdecke oder Mütze warm halten.
- Babykissen, Lagerungshilfen oder schräge Babyliegen benutzen.
Wann zum Arzt
- Atempausen, Blauwerden oder sehr blasse Haut im Schlaf: sofort 112 anrufen.
- Schwer zu wecken, sehr schlapp, schnelle oder stöhnende Atmung: sofort Hilfe holen.
- Sprich mit dem Arzt, wenn dich häufiges Schnarchen oder Atemgeräusche beunruhigen.
Dieser Leitfaden gibt allgemeine Informationen und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Wenn du dir Sorgen um dein Baby machst, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.