Ein weinendes Baby beruhigen
Die 5 S, und niemals schütteln
Etwa 10 Min. Lebenswichtig
Warum es wichtig ist
Auch gesunde Babys können 1-2 Stunden am Tag weinen, und in den ersten Wochen nimmt das Weinen oft zu. Ruhig zu bleiben und einen Ablauf zu kennen, den du ausprobieren kannst, hilft euch beiden.
Was du brauchst
- Ein dünnes Pucktuch
- Optional: ein Schnuller
- Weißes Rauschen (ein Sch-Geräusch)
- Geduld und bei Bedarf jemand, der hilft
Schritt für Schritt
- 1 Zuerst das Grundlegende: Hat es Hunger, ist die Windel nass, ist ihm zu kalt oder zu warm, hat es Blähungen?
- 2 Pucken: in eine dünne Decke wickeln, ohne die Hüften einzuengen (siehe Pucken).
- 3 Seiten- oder Bauchlage: Halte dein Baby auf der Seite oder bäuchlings auf deinem Unterarm. Nur auf dem Arm und im Wachzustand; zum Schlafen immer auf den Rücken.
- 4 Sch-Laut: ein gleichmäßiges „Schhh“ oder weißes Rauschen nah am Ohr, etwa so laut wie das Weinen.
- 5 Schaukeln: kleine, rhythmische, sanfte Bewegungen mit gestütztem Kopf, wie in einer Wiege. Das ist kein Schütteln.
- 6 Saugen: ein Schnuller oder die Brust; Saugen beruhigt.
- 7 Merkst du, dass du die Nerven verlierst: Leg dein Baby sicher auf den Rücken ins Bett, verlass das Zimmer, atme 10-15 Minuten durch und ruf jemanden an. Geh zurück, wenn du ruhig bist.
- 8 SCHÜTTLE NIEMALS EIN BABY. Schon wenige Sekunden Schütteln können bleibende Hirnschäden oder den Tod verursachen (Schütteltrauma).
Häufige Fehler
- Dein Baby weiter halten, während du wütend bist.
- Schnell oder grob schaukeln.
- Ein Baby, das in Seitenlage eingeschlafen ist, so hinlegen.
- Bei jedem Weinen füttern und überfüttern.
Wann zum Arzt
- Fieber (unter 3 Monaten ist 38 °C oder mehr ein Notfall).
- Ungewöhnlich schrilles Weinen oder Wimmern.
- Trinkt nicht, erbricht, ist schlapp oder schwer zu wecken.
- Krampfanfälle, Blauwerden, Atemprobleme oder ein Ausschlag, der auf Druck nicht verblasst: sofort 112 anrufen.
- Nichts beruhigt es über Stunden: ruf deinen Arzt an.
Dieser Leitfaden gibt allgemeine Informationen und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Wenn du dir Sorgen um dein Baby machst, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.