Frühgeburt: Anzeichen und Vorbeugung
Risiken einer Geburt vor Woche 37, Warnzeichen und was zu tun ist.

Von einer Frühgeburt spricht man bei einer Geburt vor der vollendeten 37. Woche. Sie betrifft etwa 10 % aller Geburten. Das bedeutet, dass das Baby zur Welt kommt, bevor seine Organe — besonders Lunge, Gehirn und Verdauungssystem — vollständig ausreifen konnten.
Risikofaktoren: eine frühere Frühgeburt (der stärkste Faktor), Mehrlinge, Muttermundschwäche, Infektionen, Präeklampsie, Rauchen und Substanzkonsum, starker Stress, ein kurzer Abstand zwischen zwei Schwangerschaften und das Alter. Diese Faktoren müssen dich nicht beunruhigen — mit guter Betreuung lässt sich vieles steuern.
Anzeichen, auf die du achten darfst: regelmäßige Wehen (alle 10 Minuten oder häufiger, ab 6 pro Stunde), anhaltende Kreuzschmerzen, Druckgefühl im Becken, veränderter Ausfluss, Fruchtwasserabgang oder ein Rinnsal, Blutungen. Bei einem dieser Zeichen meldest du dich sicherheitshalber bei deiner Ärztin.
Vorbeugung und Schutz: regelmäßige Vorsorge, Infektionen früh behandeln, Rauchen und Stress reduzieren, gut essen und viel trinken. Bei erhöhtem Risiko kann deine Ärztin Progesteron oder eine Cerclage empfehlen. Droht eine Frühgeburt, wird zur Unterstützung der Lungenreifung eine Kortisonbehandlung gegeben, und die Geburt wird möglichst in einer Klinik mit angeschlossener Neonatologie geplant.
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