Arbeiten in der Schwangerschaft und Stress im Job
Deine Rechte am Arbeitsplatz, Stressabbau und die Planung der Auszeit.

Deine Rechte als schwangere Arbeitnehmerin: Das Mutterschutzgesetz sieht eine Schutzfrist von 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt vor. Bei Mehrlingen und Frühgeburten sowie bei einem Kind mit Behinderung verlängert sich die Frist nach der Geburt auf 12 Wochen. Zum Stillen stehen dir im ersten Lebensjahr des Kindes bezahlte Stillzeiten zu — mindestens zweimal 30 Minuten oder einmal 60 Minuten am Tag. Danach kannst du Elternzeit nehmen und Elterngeld beantragen. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln, informiere dich also nach deinem Wohnort.
Gesundheit am Arbeitsplatz: Für Tätigkeiten mit langem Stehen, schwerem Heben, Kontakt zu Chemikalien oder starkem Stress kann dein Arbeitgeber nach der Gefährdungsbeurteilung deinen Arbeitsplatz umgestalten oder dich umsetzen; nötigenfalls spricht deine Ärztin ein Beschäftigungsverbot aus. Wenn du am Bildschirm arbeitest, tun stündliche kurze Pausen und ergonomisches Sitzen gut.
Stress im Job bewältigen: Vorausschauend zu planen und Aufgaben rechtzeitig zu übergeben, senkt die Last. „Nein“ sagen zu können, ist in dieser Zeit Selbstschutz. Die Mittagspause wirklich zu nehmen und Wasser sowie etwas Gesundes am Arbeitsplatz zu haben, sind kleine, aber wirksame Schritte.
Nach der Rückkehr: Schon in der Schwangerschaft über den Wiedereinstieg nachzudenken, beruhigt den Kopf. Es lohnt sich, Teilzeit- oder Homeoffice-Möglichkeiten zu prüfen. Auch Kita-Platz oder Tagesmutter schaust du dir am besten früh an — Wartelisten sind lang. Und wenn du dich emotional noch nicht bereit fühlst, musst du dich nicht drängen — jede findet ihr eigenes Tempo.
Tools, die dir bei diesem Thema helfen
Kostenlos und sofort im Browser. Wenn du dich anmeldest, sind deine Einträge dieselben wie auf deinem Handy.